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Mathias Wilhelm, 15. Träger der Bürgermedaille

Langjähriges und verdienstvolles kommunales Wirken im Stadtrat Rain vom 1. Juli 1972 bis 30. April 2002, davon 18 Jahre (1978-1996) als 3. Bürgermeister und 6 Jahre (1996-2002) als 2. Bürgermeister, dabei besonders hervorragende Leistungen für die Integration der Stadtteile.

Verleihung gemäß Beschluss des Stadtrates vom 7. Mai 2002 am 3. Juni 2002 für langjähriges und verdienstvolles kommunales Wirken im Stadtrat Rain vom 1. Juli 1972 bis 30. April 2002, davon 18 Jahre (1978-1996) als 3. Bürgermeister und 6 Jahre (1996-2002) als 2. Bürgermeister, dabei besonders hervorragende Leistungen für die Integration der Stadtteile.

Die Donauwörther Zeitung berichtete am 5. Juni 2002 über die Verleihung:

Gefragter Ratgeber und unermüdlicher Motor

Rain (wwi) Fast genau 30 Jahre lang hat sich Mathias Wilhelm mit "übergroßer Einsatzbereitschaft" nicht nur für seinen Heimatort Staudheim, sondern auch für die Stadt Rain ernorme Verdienste erworben. Das stellte Bürgermeister Gerhard Martin bei einer Feierstunde im Rathaus der Kommune fest. Für seine Leistungen erhielt Wilhelm die Bürgermedaille der Stadt.

Der 66-jährige war heuer aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Stadtratswahl angetreten und beendete seine kommunalpolitische Karriere. Die sei eng mit der Entwickung der Kommune seit der Gebietsreform verknüpft gewesen, so Martin. Mathias Wilhelm gehörte von 1972 an dem Rainer Stadtrat an. Schon 1978 übernahm der Staudheimer auch das Amt des Dritten Bürgemeisters. Von 1996 bis zum 30. April 2002 wirkte Wilhelm als Zweiter Bürgermeister.

Wilhelm habe sich besondere Verdienste um die Integration der Stadtteile erworben, meinte der Rathauschef in seiner Laudatio: "Seine Person und sein unermüdliches Engagement ermöglichten es allen Bürgern der neuen Stadtteile, sich mit der größeren Stadt zu identifizieren und denen der Kernstadt, die weiteren zahlreichen Stadtteile als eine Bereicherung zu erkennen." Dem Geehrten sei es nie darum gegangen, die Gegensätze zu betonen. Vielmehr habe Wilhelm die Chancen aufgezeigt, die in der großen Gemeinschaft geboten würden. Der Staudheimer habe zudem die sogenannte Umlandliste - die Wählervereinigung Stadtteile - voran gebracht. Unter seiner Führung sei die Gruppierung ein stabiles Element des Stadtrats geworden. Über die Arbeit in diesem Gremium hinaus sei Mathias Wilhelm aber auch im eigenen Ort sowohl in der Vereinsarbeit, wie auch in der Kirche aktiv gewesen: "In allen Funktionen war er gefragter Ratgeber und unermüdlicher Motor der Entwicklung."

"In vollem Umfang würdig"

Nun sei es an der Zeit, mit der Bürgermedaille Danke zu sagen. Wilhelms Leistungen und seine Person seien dieser Auszeichung "in vollem Umfang würdig", sagte Bürgermeister Martin und betonte gleichzeitig, dass die Kommune mit dieser Ehrung sehr zurückhaltend umgehe.

Seit 1969 hätten lediglich vier Leute aus Reihen des Rainer Stadtrats die Bürgermedaille erhalten: Josef Lehmeier, Karl Würmseher, Herta Knoll und Emil Meitinger. Der neue Zweite Bürgermeister Leo Meier erwähnte, dass Wilhelm der erste Besitzer dieser Auszeichnung aus den Stadtteilen sei.

Der Geehrte dankte sichtlich bewegt allen Weggefährten. Besonders erwähnte er seine Familie ("die mir immer zur Seite gestanden ist") und dem "Herrgott, der mir 30 Jahre lang die Kraft gegeben hat, für unsere Stadt zu wirken". Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Bläserquartett der Stadtkapelle.

Mathias Wilhelm wurde am 2. Februar 1936 in Staudheim geboren.