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Die evangelisch-lutherische Kirche St. Michael

Der Pfarrstraße und anschließend der Bürgermeister-Bleimayr-Straße folgend, gelangen wir zur Bahnhofstraße. Dort biegen wir links ab. Wir folgen der Bahnhofstraße bis zur Johannes-Bayer-Straße und gehen nach rechts bis zur evangelisch-lutherischen Kirche.

Das Zentrum der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rain befindet sich außerhalb der Altstadt, im Bahnhofsviertel, an der Ecke Johannes-Bayer- und Franz-Lachner-Straße. Vom ersten "historischen" Bau aus dem Jahre 1937 – für die damals sehr kleine evangelische Gemeinde – stehen noch das Pfarrhaus und der Kirchturm. Von 1987/88 hingegen stammen Gemeindezentrum und Kirche, gestaltet vom Münchener Architekten Theodor Hugues. Die St.-Michaels-Kirche mit ihrem quadratischen Grundriss erweist sich als schlichter, schmuckloser, himmelanstrebender Raum, in dem Holz dominiert. Die symbolträchtige Innengestaltung entwarf der Inchenhofener Künstler Eckard Hauser nach dem Grundsatzprogramm "Das Kreuz als Bindeglied zwischen Himmel und Erde". Die Steinmetzarbeiten führte Karl Faig aus Rain aus.

 

Unter dem zentral postierten Altartisch steht eine Pyramide aus Solnhofener Marmor als Sinnbild des irdischen Lebens. Die Marmorspitze ist abgebrochen – ein Zeichen für die Unvollkommenheit des Diesseits und der Menschen. Statt ihrer sitzt eine Glasspitze auf der Lebenspyramide und damit zugleich auf dem Altar. Das Glas symbolisiert die Reinheit und Vollkommenheit Jesu Christi. Die Glasspitze weist hinauf zum herabhängenden, braun-violett gestrichenen Holzkreuz, an dem der Heiland sein Erlösungswerk für die sündige Menschheit vollbrachte und so die Unvollkommenheit besiegte. Eine Figur des Gekreuzigten fehlt jedoch. Dafür glänzen am Kreuz vier geschliffene Glasprismen als Sinnbilder für die Wundmale Christi. Über Altar und Kreuz hoch oben an der Decke leuchtet der Himmel, den der Erlöser den Gläubigen erworben hat – ein Himmel mit 64 Feldern, in dem die Regenbogenfarben glänzen. Die Sonnenstrahlen werden durch acht Lichtprismen eingefangen und als rechteckige, regenbogenfarbene Flächen in den Raum herabgelenkt. Westlich vom Altar samt seinen beiden originellen Leuchtern (stehende Glasprismen mit kreuzförmigem Grundriss) befindet sich die Kanzel aus Holz. Dahinter steht die Orgel, die 1993 von der Firma Deininger, Renner & Co., Oettingen, erbaut wurde, südlich davon der marmorne Taufstein, ein Geschenk der katholischen Pfarrgemeinde Rain. Die Kirchenbänke gruppieren sich an drei Seiten um Altar, Kanzel und Orgel.

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