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Johann Tserclaes Graf von Tilly

Generalfeldmarschall und kaiserlicher Generalissimus
geboren im Februar 1559 auf Schloß Tilly
gestorben am 30. April 1632 in Ingolstadt
Johann Tserclaes Graf von Tilly

Johann Tserclaes Graf von Tilly, kaiserlicher Feldherr, war sicher eine der herausragendsten militärischen Figuren des Dreißigjährigen Krieges. Er kämpfte auf habsburgischer Seite in den Niederlanden und im Türkenkrieg. 1610 trat er in den Dienst Bayerns, reorganisierte das bayerische Heer neu und übernahm das Oberkommando der Truppen der Katholischen Liga.

 

In der Schlacht am Weißen Berg bei Prag wurden die Böhmen 1620 von ihm besiegt, ebenso wie später Christian IV. von Dänemark bei Lutter am Barenberg. Nach dem Sturz Wallensteinsim Jahre 1630 wurde er Generalissimus der kaiserlichen Truppen. 1631 gelang ihm nach langer Belagerung die Erstürmung Magdeburgs. Noch im gleichen Jahr wurde er vom schwedisch-sächsischen Heer unter König Gustav Adolf bei Breitenfeld besiegt.

 

Im Frühjahr des Jahres 1632 marschierte Gustav Adolf mit 40 000 Mann weiter nach Süden und kämpfte in der berühmten Schlacht bei Rain gegen Tilly mit dem kaiserlich-ligistischen Heer (etwa 27 000 Mann). Als den Truppen Gustav Adolfs an zwei Stellen der Übergang über den Lech gelang, kämpfte Tilly tapfer in den vordersten Reihen seiner Truppe und wurde am zweiten Tag der Schlacht, dem 15. April 1632, von einer Doppelhakenkugel schwer verwundet. Im Schutz der hereinbrechenden Nacht zog sich das kaiserlich-ligistische Heer in das stark befestigte Ingolstadt zurück. Tilly erlag hier in der Donaustadt in den Morgenstunden des 30. April 1632 seinen schweren Verletzungen.

Grossansicht in neuem Fenster: Das Tillydenkmal auf dem Rathausplatz 

1653 wurde er endgültig in Altötting beigesetzt. Die »Tillystadt Rain« hat dem großen Feldherrn in einer Reihe von Gedenkstätten ihre Reverenz erwiesen. Das Denkmal auf dem Marktplatz (Rathausplatz) wurde von der Augsburger Bürgerkongregation gestiftet und am 19. Juli 1914 - zwei Wochen vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges - feierlich enthüllt.

 

Jeweils mit einem Gedenkvortrag von Harald Johannes Mann erinnerte sich die Stadt am 350. Jahrestag (1982) und am 375. Jahrestag (14. April 2007) der Schlacht bei Rain. Zum 375. Jahrestag ist das Buch "Die Stadt Rain und der Dreißigjährige Krieg - Die Schlacht bei Rain am 14./15. April 1632 im geschichtlichen Zusammenhang" in 2. Auflage erschienen; Autor: Harald Johannes Mann. Das Buch ist im Rathaus und im Rainer Buchhandel erhältlich.

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