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Emil Meitinger, 11. Träger der Bürgermedaille

Hervorragende Leistungen insbesondere in der über 30jährigenTätigkeit als 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rain von 1965 bis 1995.

Die Verleihung wurde vom Stadtrat am 11. Juli 1995 (zeitnah zur Vollendung des 60. Lebensjahres und damit dem Ausscheiden aus dem aktiven Feuerwehrdienst) beschlossen. Die festliche Übergabe erfolgte an Emil Meitinger (zusammen mit der Verleihung an Herta Knoll) am 29. April 1996. Die Ehrung erfolgte für hervorragende Leistungen insbesondere in der über 30-jährigen Tätigkeit als 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rain von 1965 bis 1995.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Emil Meitinger Grossansicht in neuem Fenster: Emil Meitinger

Verleihung der Bürgermedaille mit Urkunde durch 1. Bürgermeister Gerhard Martin

an Emil Meitinger am 29. April 1996. Meitinger war über 30 Jahre als 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rain ehrenamtlich tätig war (dem Stadtrat gehörte er von 1978 bis 2008 an)

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande am 13. Februar 1997 durch Staatssekretär Alfons Zeller (links) an Emil Meitinger (rechts) für die jahrzehntelange verdienstvolle Arbeit für die Feuerwehr, insbesondere als Kommandant und Kreisbrandmeister, im Hintergrund Regierungspräsident Ludwig Schmid.

 

Die Donauwörther Zeitung (Autorin: Barbara Würmseher) berichtete am 4. Mai 1996, die Zusätze in Klammern sind ergänzende Informationen):

 

Ein Dankeschön für das Lebenswerk

Stadt ehrte Hertha Knoll und Emil Meitinger mit der seltenen Bürgermedaille

 

Ein sehr seltenes Ereignis fand in Rain statt, als jetzt Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihr Engagement, ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden. Gleich zweimal verlieh die Stadt Rain die Bürgermedaille, "mit der wir sonst sehr zurückhaltend umgehen", wie Bürgermeister Gerhard Martin anmerkte.

 

Seit 1969, dem Jahr ihrer Stiftung, durften erst zehn Rainer diese wertvolle Anerkennung in Empfang nehmen. Nun wurde auf diese Weise der Zweiten Bürgermeisterin Hertha Knoll und dem Feuerwehr-Kommandanten Emil Meintinger Respekt gezollt. Nicht jedoch, wie der Stadtchef betonte, vorrangig für deren kommunalpolitisches Engagement, sondern allgemein "für Leistungen, die über die gewöhnlichen Bürgerpflichten hinausgehen".

 

Bei Emil Meitinger handelt es sich um dessen beispiellosen Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr der Tillystadt. Über 30 Jahre im Amt des Kommandanten sei Meitingers Person so eng mit der Feuerwehr verknüpft, "dass man schon von einer Institution sprechen kann", so Martin in seiner Laudatio. Der Bürgermeister ließ Stationen aus dem Werdegang der Freiwilligen Feuerwehr passieren und lobte im Zusammenhang damit die nie nachlassende Einsatzbereitschaft Meitingers. "Der Kommandant war stets dort, wo er sein sollte: an der Spitze seiner Leute."

 

Doch nicht nur als hilfsbereiter Kamerad habe er sich erwiesen, als Kreisbrandmeister habe er vielmehr auch die Stadt Rain nach aussen gut vertreten und sich zudem im Laufe seiner Stadtratstätigkeit Achtung in der Bevölkerung erworben. "Aus vollem Herzen und im Namen des Stadtrats und der Stadt Rain sage ich Ihnen Dank für die geleistete Arbeit", so Bürgermeister Martin.

 

"Tief bewegt und fast sprachlos" reagierte Emil Meitinger auf die herzlichen Worte der Wertschätzung, die ihm im Namen der Stadt ausgesprochen wurden. "Ich nehme dieses Lob nicht nur für meine Perosn, sondern für die ganze Feuerwehr entgegen, für die Kameraden, die mich begleitet haben." Sein Rückblick auf drei Jahrzehnte Kommandanten-Amt umfasste drei Bürgermeister (Carl Faig, Karl Würmseher und Gerhard Martin), drei Landräte (Hanns Wolf, Dr. Andreas Popp und Alfons Braun) und drei Kreisbrandinspektoren beziehungsweise -räte (KBI Alfons Leitenstern, Kreis Neuburg; KBR Anton Schiele und KBR Bernhard Meyr), die er erlebt hatte. In all den Jahren habe sich vieles Technische verändert, doch "was immer bleibt, ist der Mensch", resümierte Meitinger. Und so habe er trotz mancher Enttäuschung, manchen Ärgers und mancher Rückschläge eine schöne Zeit erlebt.

 

Meitinger beklagte in seinem Rückblick aber auch den zunehmenden Bürokratismus, der immer noch größer werde. "Ich meine, die Belastungsgrenze für ehrenamtliche Helfer ist überschritten." Sein dringender Appell, die Aufgaben zu erleichtern, war an die Mandatsträger gerichtet.

 

Ergänzung: Emil Meitinger wurde für seine Leistungen im Feuerwehrwesen am 13. Februar 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Die Verleihung fand durch Staatssekretär Alfons Zeller im Beisein von Regierungspräsident Ludwig Schmid im Rokoko-Saal der Regierung von Schwaben in Augsburg statt.

Geboren wurde Emil Meitinger am 23. Juli 1935 in Rain.

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