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Stadt Rain  |  E-Mail: info@rain.de  |  Online: https://www.rain.de

Der "Tillyweg - Auf den Spuren der Schlacht bei Rain" vom 14./15. April 1632

Streckenlänge: ca. 20 Kilometer
auch Teilstrecken möglich

Achtung: Der Tillyweg führt an zwei Kraftwerken über den Lech. Hier müssen mehrere Treppen bestiegen werden.

Logo TillywegDer Tillyweg führt als Wanderweg an die Stätten der Schlacht bei Rain vom 14./15. April 1632. Er wurde genau am 375. Jahrestag dieser historischen Schlacht, bei der Tilly tödlich verwundet wurde, eröffnet und hat eine Länge von knapp 20 km. Einsteigen kann man beliebig auf der Strecke, denn es handelt sich um einen Rundweg.

 

Lohnende, beschilderte Abstecher vom Tillyweg: Oberpeiching (500 m), Unterpeiching (300 m, mit eigenem Tilly-Gedenkkreuz an der Filialkirche), Stadt Rain (Stadtrand 300 m, Tillydenkmal, Dehner Blumen Park) und Grenzsäule (100 m).

 Grossansicht in neuem Fenster: Tillyweg Stelen - Informationstafel über die Stadt Rain

Ausgeschildert ist im "Gegen-Uhrzeigersinn" von Oberndorf zum Kraftwerk Oberpeiching. Nach Überquerung des Stauwerkes führt der Weg in Richtung Norden, vorbei an Ober- und Unterpeiching zum Kraftwerk Rain. Dort wird der Lech in westlicher Richtung überquert und führt durch das "Obere Langholz" der Stadt Rain sowie den ehemaligen Fuggerschen Wald zurück zum Ausgangspunkt.

Sieben Stelen entlang des Weges informieren über die Historie hier im einstigen Grenzland am Lech, über die Orte und über die Schlacht. Die Themen und Standorte der Stelen:

 

1) Schloss Oberndorf: im alten Fuggerschloss, das im Dreißigjährigen Krieg abbrannte, bezogen die Schweden Quartier

2) Oberndorf - eine Gemeinde mit Geschichte (Standort: Kirchplatz)

3) Täuschungsmanöver (Standort: zwischen Oberndorf und Kraftwerk Oberpeiching unmittelbar am Lech): Beschuss des katholisch-ligistischen Heeres durch die Schweden zum Verschleiern der wirklichen Absichten - Erzeugen von künstlichem Nebel

4) Übergangsstelle (Standort: unmittelbar östlich am Kraftwerk Oberpeiching): Hier überquerte die Hauptmasse des schwedischen Heeres durch eine List den Lech. Es wäre zur Entscheidungsschlacht gekommen, wäre Tilly nicht am Spätnachmittag des 15. April schwer verwundet worden.

5) Lager Tillys (Standort: westlich von Oberpeiching unmittelbar am Lech bei der Sägmühle): hier im weiten Umfeld befand sich das kaiserlich-bayerische Hauptlager

6) Stadt Rain (Standort: 100 m östlich des Kraftwerkes Rain): Historische Altstadt, Dehner Blumen Park, Tillydenkmal, spätgotische Fresken in der Stadtpfarrkirche, Heimatmuseum mit Diorama "Schlacht bei Rain".

7) Grenzsäule bei Rain (500 m westlich des Kraftwerkes Rain): Sie trägt die Jahreszahl 1439. Säule und Stele erzählen die interessante Geschichte des Grenzlandes am Lech über die Jahrhunderte. 

 

Auskunft

Stadt Rain

Gemeinde Oberndorf, Telefon 09090 9695-0, gemeinde@oberndorf-am-lech.de

 

Auszug aus der Wanderkarte des Ferienlandes Donau-Ries von 2007

(ISBN 978-3-936990-33-1, Galli-Verlag, zahlreiche Wanderwege auf insgesamt 14 Kartenblätter und 1 Übersichtskarte, 9,90 Euro, erhältlich im Buchhandel

Das Wanderkartenset enthält auch einen Plan dieses

Wanderweges.

 

Begleittext aus der o. g. Wanderkarte:

Der Rundweg ist im Zusammenwirken von der Stadt Rain und der Gemeinde Oberndorf am Lech angelegt worden. Mittelpunkt ist die historische Betrachtung der Schlacht in ihrem geschichtlichen Rahmen. Die Strecke ist beschildert und besteht überwiegend aus gut begeh- und befahrbaren Wegen. An den sieben Stationen stehen Informationstafeln, die Ihnen einen genauen Überblick über das historische Geschehen vermitteln. Der Beginn der Route ist an allen Stationen möglich. 

Grossansicht in neuem Fenster: Grotte bei Oberndorf

Der historische Tillyweg beginnt am Campingplatz in Eggelstetten und führt an der Hauptstraße entlang durch den Ort, vorbei an der sehenswerten Margarethenkirche. Auf dem Rad-/Fußweg erreicht man Oberndorf (Station 1). Dort können ein Fuggerschloss, ein Heimatmuseum, eine Herrgottsruhkapelle, die Pfarrkirche St. Nikolaus, der Auwald mit Lourdesgrotte besichtigt werden. An der nächsten Kreuzung biegen wir in die Dorfstraße rechts ein und folgen der Beschilderung bis zur Kirchstraße. Nach dem Gasthaus "Zur Krone" liegt die schöne Pfarrkirche St. Nikolaus, ein Schmuckstück der Barockkunst. Der Kirchstraße Richtung Westen folgend, gehen wir an der nächsten Kreuzung nach links. Entlang der Rainer Straße gelangen wir zum alten Schulhaus (Heimatmuseum) bzw. der neuen Grundschule und überqueren dort die Straße. An den Parkplätzen vorbei kann man der Kapellstraße folgen und ein Kleinod des Spätbarocks besichtigen, die Herrgottsruhkapelle. Ansonsten biegen wir rechts ab und erreichen durch eine alte Kastanienallee das Fuggerschloss, das um 1800 erbaut wurde und sich heute in Privatbesitz befindet. An diesem Punkt befindet sich die Station 2 "Schloss Oberndorf".

 

Um den Stationen des Tillyweges in der richtigen Reihenfolge folgen zu können, gehen wir am besten den Weg bis zur Rainer Straße zurück und bleiben auf diesem in Richtung Süden bis zu einem Wegkreuz auf der linken Straßenseite (Am Forsthaus). Dort biegen wir links in den Waldweg ein und folgen der Beschilderung Richtung Osten durch den schönen Auwald bis zum großen Lechdamm, der die Station 3 "Täuschungsmanöver und Beschuss des bayerischen Lagers durch die Schweden" markiert. Am Lech entlang führt uns der Weg Richtung Süden bis zum Lechkraftwerk. Dort überqueren wir die natürliche Grenze zwischen Schwaben und Bayern, den Lech und gelangen an Station 4 "Übergangsstelle und Schlachtfeld". Auf dem beschilderten Waldweg folgen wir nun dem Lech in nördliche Richtung. Zwischen den Ortschaften Oberpeiching und Unterpeiching befindet sich die nächste Station: Station 5 "Lager Tillys". Der Waldweg führt uns danach an einem Vogelparadies vorbei und mündet kurz vor dem Rainer Lechkraftwerk.

Ein Besuch der historischen Altstadt von Rain mit dem Tillydenkmal lohnt sich. Die Stadt Rain ist Station 6 des Tillyweges mit ihrer historischen Altstadt, dem Dehner Blumen Park, der Stadtpfarrkirche, dem Heimatmuseum und dem Tillydenkmal. Nach der Überquerung des Lechs über das Kraftwerk erreichen wir das westliche Lechufer und gehen der Beschilderung nach bis zur Grenzsäule, von 1439, die Station 7 markiert. Sie grenzt seit dem späten Mittelalter Bayern und Schwaben ab.

 

In Richtung Oberndorf spazieren wir nun südwärts am Waldrand entlang und marschieren durch einen Tannenwald bis zu einem Dammweg. Dem folgen wir bis zu einer Bachbrücke, überqueren diese und marschieren rechts entlang des Mühlbachs. Nach der nächsten Bachbrücke führt der linke Weg weiter geradeaus. Diesem folgen wir bis zur Beschilderung und biegen nach links in Richtung Westen ab. Idyllisch irn Wald eingebettet liegen auf der linken Seite die Lourdesgrotte und der Schlossweiher. Auf der rechten Seite lädt das "Teehaus" (Holzpavillon) zu einer kurzen Pause ein. Wir verlassen den Wald und gehen rechts am Fuggerschloss vorbei wieder in die Gemeinde Oberndorf am Lech zurück.

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