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Klassisches Konzert »GOLD« des Trio Tiefsaits am 16.06.2024

11.06.2024

Die Reihe der klassischen Konzerte der Stadt Rain wird mit dem Konzert „GOLD“ des Trio Tiefsaits fortgesetzt. Veranstaltungsort ist die Spitalkirche in Rain. Im Mittelpunkt steht Musik von Johann Sebastian Bach (1685-1750) die in neues Licht gerückt wird.

 

Das Programm im Detail:

Sonntag, 16. Juni 2024, 19 Uhr – Spitalkirche, Rain

»GOLD«

Prelude nach BWV 999

Sonate G-Dur (BWV 1027) für Viola da Gamba und Cembalo (arr. für Viola da Gamba, Blockflöte und Violoncello)

Adagio – Allegro ma non tanto – Andante – Allegro Moderato

 

Choral ‚Komm, oh Tod du Schlafes Bruder‘

Suite Nr. 2 in d-Moll (BWV 1008) für Violoncello solo (arr. für zwei Violoncelli und Viola da Gamba)

Prelude – Allemande – Courante – Sarabande – Menuett 1 & 2 – Gigue

 

Aus den ‚Goldberg-Variationen‘ (BWV 988) für Cembalo

(arr. für Altgambe, Bassgambe und Violoncello)

Aria – 5 Canons (seconda, terza, quarta, settima, ottava) – Aria

 

Alle Werke wurden vom Ensemble tiefsaits arrangiert und bearbeitet.

 

Was bedeutet GOLD abseits von materiellem Wert? Was macht die Faszination aus? Welche Tonart lässt sich damit verbinden, oder welches Genre? Warum wurde die Viola da Gamba als edelstes Instrument bezeichnet? Und welche Musik ist den Musikerinnen und Musikern besonders wertvoll?

In den heute gespielten Werken von Johann Sebastian Bach bündeln sich einige Antworten. Seine Musik wird neu instrumentiert und so erscheinen die Fugen, Tänze, Präludien, Kanons und Choräle in einem anderen Licht: Eine Suche nach dem goldenen Klang. Gespielt wird auf tiefen historischen Streichinstrumenten, für das erste Werk kombiniert mit Blockflöte. Einstige Rivalen verschmelzen hier: Violoncello und Viola da Gamba. Beide Instrumente hat Bach oft eingesetzt und ihnen auch Sololiteratur gewidmet – die 3 Sonaten für Viola da Gamba und Cembalo, und die 6 Suiten für Violoncello solo.

Das Prinzip der Umbesetzung und Transponierung hat Bach selbst oft an eigenen Werken angewandt, so gibt es seine Gambensonate in G-Dur auch als Fassung für zwei Flöten und Continuo. Durch die unterschiedliche Textur von Flöte, Gambe und Cello verleiht die hier gewählte Instrumentierung dem dreistimmigen Werk eine große Transparenz.

Die Aussetzung der unter CellistInnen beliebten Suite in d-Moll basiert auf der Idee, auch all jene Töne zu spielen, die man zwar als Erweiterung hört, aber auf einem einzelnen Instrument nicht umsetzen kann. Tänzerische Basslinien unterstützen den jeweiligen Gestus, und die beiden Celli gestalten im Dialog die vielseitige Melodie - ergänzt durch Harmonietöne und Zwischenstimmen.

Die Goldberg-Variationen zeigen größtmögliche Vielfalt innerhalb einer harmonisch gleichbleibenden Struktur. Jede dritte Variation ist ein zweistimmiger Kanon über einem Bass, und diese Kanonreihe erzeugt eine eigene Dramaturgie, da der Abstand zwischen den sich imitierenden Stimmen von Unisono bis zur Oktave immer größer wird. Gehalten von stabiler Kontrapunktik finden sich darin Kontraste zwischen klanglicher Einheit und filigranen Details.

 

Künstlerinnen und Künstler:

tiefsaits

Anna Reisener – Viola da Gamba

Mirjam-Luise Münzel – Barockcello & Blockflöte

Alma Stolte – Barockcello & Viola da Gamba

tiefsaits ist ein junges Berliner Ensemble, das sich auf historische, tiefe Streichinstrumente wie Barockcello, Viola da Gamba und Piccolocello spezialisiert hat. Die drei Musikerinnen widmen sich einem breit gefächerten Repertoire, das von Renaissance-Consort über hochbarocke Sonaten bis hin zu virtuoser Musik der Romantik reicht. Sie erforschen die Möglichkeiten und Grenzen der tiefen Dreistimmigkeit sowie die vielseitige Rolle des Violoncellos im Verlauf der Jahrhunderte.

tiefsaits präsentiert sowohl selten gehörte Originalwerke als auch eigene Bearbeitungen und Arrangements in ihren Aufführungen. Obwohl das Ensemble eine historische Perspektive einnimmt, finden sich in ihren Programmen immer wieder Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen und philosophischen Themen. So behandeln sie beispielsweise die Klimakrise in "Cassandras Stimme", die Faszination für neue Orte in "Legendär Reisen" und das eigene Zeitempfinden in "Die gestohlene Zeit". 2024 erscheint ihre Debut-CD beim Label DaVinci Records mit Ersteinspielungen von Cellotrios des Komponisten Joseph Dall'Abaco. Das Ensemble ist derzeit Träger des Stipendiums #Musikerzukunft der Deutschen Orchesterstiftung.

www.tiefsaits.com

 

Tickets:

• Regulär 17,- EURO und ermäßigt 12,- EURO (Schüler/Studenten, Schwerbehinderte und Ehrenamtskarteninhaber).

• Tickets zu allen Konzerten gibt es bei Deibl Kreativ, Kirchplatz 6, 86641 Rain sowie Restkarten an der Abendkasse bzw. im Tourismusbüro der Stadt Rain (tourismus@rain.de | Tel. 09090 703 333).

Weitere Informationen unter www.rain.de/konzerte

 

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